Stilles LandDeutschland 1992, Spielfilm
Produzent: Wolfgang Pfeiffer
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Andreas Dresens Debut spielt in den bewegten Herbsttagen des Jahres 1989. Während sich die politischen Ereignisse der Wendezeit überschlagen, herrscht in der Provinz noch Stille, so auch an einem Kleinstadttheater. Der junge Regisseur Kai soll dort zum ersten Mal inszenieren – ausgerechnet "Warten auf Godot". Sein Enthusiasmus wird durch die vorsichtige Zurückhaltung und die Gleichgültigkeit der Schauspieler gebremst. Er bezieht die Metaphorik des Stückes immer mehr auf die Situation. Ein Ensemblemitglied ist indessen zur ungarischen Botschaft geflohen. Langsam tauen die Akteure auf und verfassen eine gemeinsame Petition an Honecker. Als die Mauer fällt, scheitert ein gemeinsamer Ausflug allerdings an banalen Hindernissen; nur die Assistentin Claudia, in die Kai sich verliebt hat, macht sich gegen seinen Willen alleine auf den Weg. Sie kehrt mit einem Hamburger Schauspieler zurück, der gleichsam als Karikatur eines Westlers dem Theater kluge Marketing-Ratschläge unterbreitet.
Hessischer Filmpreis
- Bester deutscher Spielfilm, 1992

Produktionsfirma: Max Film Wolfgang Pfeiffer Filmproduktion (Berlin) / HFF "Konrad Wolf" / SWF / MDR
Produzent: Wolfgang Pfeiffer
Regie: Andreas Dresen
Drehbuch: Andreas Dresen, Laila Stieler
Kamera: Andreas Höfer
Musik: Tobias Morgenstern, Rainer Rohloff
Schnitt: Rita Reinhardt
Darsteller: Thorsten Merten, Jeanette Arndt, Horst Westphal, Kurt Böwe, Petra Kelling